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Über dem Achensee: Das Fluggebiet Rofan

Übersicht:

Startplatz Dalfazalm (1)
Auf der Rofanseite, westlich des Achensees, gibt es generell zwei Startplätze
für Gleitschirmflieger. Der erste ist der Startplatz Dalfazalm/ Rotspitz
Areal. Von der Bergstation der Rofanbahn gelangt man zum Startplatz
über einen etwa 15-minütigen Fußweg in nordwestliche Richtung,
einfach von der Bahn aus ein Stück die Skipiste hinunter und dann den
Hinweisen „Dalfazalm“ folgen. Der Startplatz liegt unterhalb des Rotspitz
Areals und ist ein steiler Wiesenhang in 1835 m MSL. Der Landeplatz befindet
sich in Maurach auf 975 MSL, macht also eine Höhendifferenz von
etwa 860 m. Startrichtung ist W/ SW.


Startplatz Gschöllkopf Areal (2)
Der zweite Startplatz liegt im Gschöllkopf-Areal. Verlässt man die Bergstation
an der Erfurter Hütte Richtung Skipiste, kann man Ihn gleich sehen.
Er liegt auf 1857 MSL oberhalb der Skipiste, macht also eine Höhendifferenz
von knapp 900 m. Es ist der Startplatz für das Sicherheitstraining,
der Test- und der Tandempiloten. Freiflieger können ihn auch benutzen.
Wenn Du hier noch nie gestartet bist und geschult wird, dann sprich
bitte den Startleiter der Flugschule an und bitte ihn um eine Startplatzeinweisung!
Generelle Startrichtung ist hier S/W. Manche denken „Am
Rofan gehts nur bei Süd“. Das stimmt so nicht. Fliegen kannst Du hier
im Rofangelände bei allen Lagen mit schwachem (!) überregionalen Wind.
heisst: meldet der Flugwetterbericht beispielsweise einen 5-10 km/h starken
Wind in 2000m aus nördlicher Richtung kommend, kann man durchaus
am Rofan fliegen, denn das Gelände wird von der Sonne angestrahlt,
der Wind wird also thermisch überlagert. Kommt der Wind stärker aus
dem Süden, heisst er „Fön“ ;-) Übrigens: in „fönigen Wetterlagen“ sieht
man immer irgendwo Piloten fliegen, meist in angeblich „geschützten Gebieten“
(der Achensee mit den umliegenden Bergen ist übrigens keins...),
wir raten Dir dringend von allen Flügen bei Fönlagen ab! Die Startplätze
am Rofan sind für Gelegenheitsflieger mit Lust auf Gleitflüge in den Morgenstunden
oder frühen Abend ebenso geeignet, wie für ambitionierte
Thermikflieger, die den türkisfarbenen See mal zwischen Daumen und
Zeigefinger bekommen wollen. Bitte beachten: Wenn es thermisch ist,
setzt am Nachmittag ein starker Talwind von Norden her ein, der über dem
Achensee im Talverlauf nach Südosten weht. Zu diesem Zeitpunkt liegen
die Startplätze am Rofan im Leebereich dieses Talwindes. Bitte mittags an
stark thermischen Tagen nicht mehr starten! Clevere Piloten fliegen vor-
her oder viel später. Ambitionierte Piloten mit Streckenerfahrung sind bei
einsetzendem Talwind längst in der Luft, gerüchtehalber nutzen manche
gar die Konvergenz über dem See, um weitere Höhe zu machen, wenn der
starke nördliche Talwind auf den schwächeren südlichen Wind trifft, mit
dem man morgens rechnen kann. Geniesser freuen sich allerdings beim
Erdbeerbecher im Hotel Buchau auf einen Soaringflug im Aufwindband
des nachlassenden Talwindes am Zwölferkopf...

Landeplatz in Maurach (3)

Der Landeplatz in Maurach ist nur 5 Minuten vom Parkplatz, also der
Talstation der Rofanbahn, entfernt. Er liegt südlich der Landestraße, von
Maurach in Richtung Pertisau am Ortsausgang. Der Endanflug liegt entweder
in Richtung „Nord“ (genauer N/W), oder in Richtung „Süd“ (genauer
S/O). In beiden Richtungen sind Flächen für Notlandemöglichkeiten
vorhanden, für den Fall, das man sich verschätzt hat, oder gar vom
starken Talwind überrascht wird (Guten Morgen...!). Bei sehr starkem Wind
dann keine Volte mehr fliegen, sondern die Höhe abachtern. Bitte lege
Deinen Schirm im eingezeichneten Bereich zusammen, vielen Dank dafür!
Ach ja, noch eine Bitte: Bitte hier kein Training am Boden, wenn Du Deine
Kiste am Boden beherschen lernen willst wie MadMikeKüng, dann kannst
Du das am Landeplatz am Hotel Buchau trainieren.


Landeplatz am Hotel Buchau (4)

Der Landeplatz am Hotel Buchau ist den Testpiloten und den Teilnehmern
am Sicherheitstraining vorbehalten. Bitte benutze als freifliegender Pilot
diesen Landeplatz nur als Notlandeplatz. Er dient für einen reibungslosen,
konzentrierten Ablauf der Sicherheitstrainings. Der Platz ist zum See hin
begrenzt vom Spazierweg am See, zur Straße hin verläuft eine Stromleitung
(!). Da der Wind in der Regel von Norden oder von Süden her kommt,
merkt man sich für den Fall, das man dort landen muss, die Faustregel
„Gegenanflug immer am See entlang“.