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Wasserlandung

Nicht erst wenn man drin liegt sollte das Gehirn anfangen zu überlegen wie’s jetzt weitergeht, sondern empfehlenswert ist es, wie übrigens bei allen „außergewöhnlichen Situationen“: mach dir vorher Gedanken über deine Aktion und Reaktion und spiele in deiner Fantasie alles in Ruhe durch – „Mentale Vorbereitung“ nennen wir das hier am Achensee.
In der Regel ist es ein See in den wir plumpsen. Einen Fluss zu treffen ist schon eine besondere Kunst und, dies sei gesagt: in strömenden Gewässern ist die Überlebenschance sehr gering, da die Wassermassen den Schirm mitsamt Piloten in den Atlantik oder Indischen Ozean oder sonst wohin ziehen wird und zwar schneller als man glaubt. Also: weg vom Gurtzeug, so schnell wie möglich!
Zurück zum stehenden Gewässer. Hast du Zeit und hängst nicht am Rettungsschirm, kannst du schon mal die Beingurte und den Brustgurt öffnen. Natürlich nicht in 200m Höhe, sondern kurz vor der Wasserung. Somit kannst du nach Eintauchen, oder für die sportlichen Springer schon in etwa 1 bis 3 Meter über Wasser, mit einem ein-einhalbfachen Salto aus dem Gurt schlüpfen.
Hängst du am R-Gerät, musst du warten bis es klatsch macht und dann gilt: „don’t panik!“ Bewahre Ruhe und löse in der Todmannstellung (Rücken oben, da Protektor Auftrieb liefert) deine Beingurte. Keine Angst, selbst ohne Schwimmweste kannst du den Kopf seitlich aus dem Wasser heben und Luft holen. Sind alle Gurte offen, tauchst du am besten von den Leinen weg.

Zusammenfassend kann man sagen:
Ruhe bewahren und überlegt handeln. Keine hektischen Bewegungen und am Besten: diese Schritte mental durchdenken und trainieren, bei einem Sicherheitstraining oder speziellen Kurs bei der Gleitschirmschule Achensee (erste Hilfe und Selbstrettungsseminar).