Service Achensee FAQ's
Windsysteme oder "Der Südwind und der
Bayrische"
Der Achensee ist ein hervorragendes Anschauungsobjekt
wenn es um Windsysteme geht.
Der bayrische Wind ist ein reiner Ausgleichswind. Im Alpenhauptgebiet
steigen aufgrund der Sonnenerwärmung großflächig
Luftmassen weg, dieses lokale Tiefdruckgebiet „saugt“
Luft aus den anliegenden Gebieten, wie eben dem Achensee
an.
An einem „normal thermischen Tag“, haben wir
am Achensee vormittags Südwind, also ideale Flugbedingungen
im Rofangebirge. Das ist so, da im nördlich gelegenen
Flachland (Deutschland) nachts die Luftmassen großflächig
aufsteigen und somit aus der Achenseeregion die Luftmassen
nach Norden ziehen, also ein am See spürbarer Südwind.
Nachmittags dreht dieser dann auf Nord, da eben der Alpenhauptkamm
aktiv wird. Diese Winde können aufgrund der Düsenwirkung
sehr stark werden, so dass abends am Zwölferkopf (Karwendelgebirge),
dem Prellhang für den Bayrischen Wind sogar noch Sonnenuntergangsflüge
von mehreren Stunden und etlichen Metern Startüberhöhung
möglich sind.
„Aufpassen!“ heißt es wenn der Bayrische
sich aufmandelt (zunimmt). Sind aus der Luft deutliche Schaumkronen
zu sehen, oder fetzen gar die Surver oder Kiter mit gewaltigem
Speed übers Wasser, so ist es besser, lieber rechtzeitig
Landen zu gehen.
Der Landeplatz in Pertisau am Wiesenhof ist jetzt nicht
ohne und oft ist es ratsam am Übungshang zu landen,
da es dort nicht ganz so turbulent ist.
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