SiTr Achensee 13.Juni 2017

15.06.2017

(frei zitiert aus der ersten Stunde)

..."Grenzen" ; "Sicherheit" ; "Kopf";

..."Psyche" ; "Gefühl" ; "Vorbereitet sein";

..."Herausforderung" ; "Komfortzone" ;

und vorallem ganz viel "Spaß"!

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Kommentar von Florian | 19.06.2017

Sicherheit. Sicherheitstraining. Was meinen diese Worte?
Klar, wir denken erst mal an das sichere Beherrschen unseres Schirmes, an Ein- und Ausleiten von Manövern.
Das wollen wir können, wir wollen es lernen, wir wollen es beherrschen.

Sicherheit und Sicherheitstraining heißt aber noch etwas. Es heißt mit Angst um zugehen. Der kreatürlichen Angst.
Angst ist gut, sie hilft uns zu bewerten, abzuwägen und uns zu schützen.
Angst kann uns aber auch blockieren, unsere Reaktionen verlangsamen und unser Sicherheitsgefühl untergraben.

Genau an diesem Punkt war ich. Ich hatte Angst, Panikzustände beim Fliegen.
Blockaden und phasenweise auch Blackouts.
Irgendwann musste ich mir also die Frage stellen „Aufhören oder den Stolz runterschlucken und das Problem angehen“

Da das Fliegen wie wir wissen das schönste ist, blieb also nur die zweite Option.
Und hier kommt jetzt mein Sicherheitstraining ins Spiel. Ich schreibe bewusst nicht „das Sicherheitstraining“ denn dass war es nicht. Es war meines.

Ein Anruf bei Cordula und das Thema grob umrissen. „Können wir das Sicherheitstraining für mich anpassen? Oder stört das die Gruppe?“
Wir konnten und es störte nicht.

Cordula, Eki und Stefan gaben mir den Rahmen. Mit Cordula klinkte ich mich aus der Manöverbesprechung aus, wir machten ein Mentaltraining. Ich konnte mir vorher nichts, gar nichts darunter vorstellen. Mentaltraining, da wird bestimmt auf dich eingeredet, dir etwas erzählt. Nein. Am Ende redete ich. Cordula hörte zu und stupste mich sanft in die richtige Richtung.
Eki, in diesem Training der Startleiter, nahm den Stress aus dem Start. Beantwortete ruhig Fragen und hatte ein kleines Auge auf mich.
Stefan ging auf meine Situation ein und machte ganz kleine Schritte mit mir.
Euch drei gehört mein Dank.
Mit Verständnis, Professionalität und Flexibilität weit über das erwartende Maß hinaus habt Ihr mir geholfen. Ihr habt mir geholfen Sicherheit zu gewinnen.
Ein Wort des Dankes gilt auch den anderen Teilnehmern. Ihr habt meine Situation akzeptiert ohne sich darüber lustig zu machen. In Gesprächen habt ihr versucht zu Verstehen wie es mir geht und nach jedem Flug wurde mein Status abgeklopft. Auch euch ein großes Danke.
Und genau deshalb sage ich es war mein Sicherheitstraining.

Wie ging es nun aus? Am Anfange legt man seine Können mit der Steilspirale fest.
Auf eine Skala von 1 (davon habe ich gehört) bis 10 (dabei dreh ich mir noch eine Zigarette).
Ich habe mich auf -4 eingestuft. Gar nicht daran denken. Das wird in diesem Training nichts.
Das war am Tag 1.
Am Tag drei war ich drin, in der Spirale. Nicht gut, aber drin.

Am Ende meines Trainings standen also mehr Sicherheit, damit mehr Vertrauen und viel Dankbarkeit.