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Gleitschirm Stern Magazin

Rettertest der Gleitschirmschule Achensee am Idrosee

Ziel,
Beantwortung der Fragen:
Welches ist die effizienteste Stallart des Gleitschirms am Retter ist (Stabile Scherstellung mittels Kiteposition an den Steuerleinen, B-Leinenstall oder Stall an den hinteren Gurten C/D)?
Wie hoch sind die Zugkräfte für den Piloten in den unterschiedlichen Stallarten?
Wie hoch sind die Sinkwerte der Testgeräte?
Wie ist die Pendelstabilität der R-Geräte?
Wie ist die Öffnungsgeschwindigkeit beim Fallenlassen des Innencontainers aus dem Geradeausflug?

Gleitschirm:
GIN Bolero 4

Rettungsschirme:
INDEPENDENCE Seven Up
INDEPENDENCE Evo22
GIN Yeti 40

Ort:
Idrosee, Höhe über Wasser zwischen 500 und 900 Meter.

Testprozedur:
Aus dem stabilen Geradeausflug wird der Innencontainer lediglich fallen gelassen.

Dokumentation:
1 Filmkamera an Land
1 Gopro am Helm die filmt
1 Gopro am Oberschenkel die filmt
Fotos aus der Luft von Cordula die nebenher fliegt

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1 Independence Evo 22
Das Evo 22 öffnet schnell.
Hauptschirm wird an der B-Ebene gestallt. Pilot zieht die B-Ebene durch Nachgreifen noch mehr ein.
Sinkwert zwischen 4 und 6 Meter.
Kaum ein Pendeln.
Bildergalerie

2 Gin Yeti 40
Das Gin Yeti öffnet schnell.
Hauptschirm wird mittels C und D Ebene links und der C Ebene rechts gestallt.
Der Stall lässt sich gut halten, vergleichbar mit einem moderaten B-Leinenstall.
Sinkwert anfangs zwischen 4 und 7 Meter, dann zwischen 4 und 5 Meter.
Wenig Pendel.
Pilot greift um zum B-Stall.
Verglichen mit dem Stall an den hinteren Ebenen ist der B-Stall etwas schwerer zu halten.
Sinkwert zwischen 4 und 7 Meter.
Wenig Pendel.
Bildergalerie

3 Independence 7up (1.Test)
Das Seven Up öffnet schnell.
Hauptschirm wird mittels Steuerleine in eine stabile Scherstellung gebracht.
Hauptschirm überschießt, kommt jetzt dem Piloten entgegen, schlägt unter den Rettungsschirm in die Leinen ein und verhängt sich dort.
Es ist unmöglich den Hauptschirm aus dieser verhängten Position heraus zu bekommen.
Sinkwerte zwischen 6 und 10 Meter pro Sekunde.
Teilweise starkes Pendeln.

4 Independence 7up (2.Test)
Das Seven Up öffnet schnell.
Hauptschirm wird mittels C/D Ebene gestallt.
Die Zugkräfte sind etwa vergleichbar mit einem moderaten B-Leinenstall.
Sinkwerte zwischen 4 und 7 Meter pro Sekunde, kaum Pendelungen.
Pilot will umgreifen zum B-Leinenstall, dabei bleibt das System in einer stabilen Scherstellung. Pilot wartet um das Sinken am Variometer zu erfassen. Plötzlich überschießt der Hauptschirm und wickelt sich um den Piloten.
Pilot versucht soviel wie möglich den Hauptschirm einzuholen und wieder freie Sicht aufs Wasser und Vario zu haben.
Pilot öffnet Schwimmweste in der Luft, da er Bedenken hat, dass sich das Segel wieder um den Chemiefühler der Rettungspatrone legt und ein Nasswerden verhindert.
Sinkwerte zwischen 4 und 10 Metern.
Teilweise starkes Pendeln.
Bildergalerie

5 Independence 7up EPA Gütesiegeltestflug
Bei einem Gütesiegelflug wird am Gurtzeug einer der beiden Rettungsschirme ausgebaut, um nicht über die Gewichtsobergrenze zu kommen. Mit dem starken Nordwind am Achensee kann der Pilot immer wieder am 12er Kopf aufsoaren um weitere Testfiguren über Wasser zu absolvieren. Bei einem seitlichen Klapper rutscht der Splint des Außencontainers aus der Schlaufe, und das Independence 7up öffnet unbeabsichtigt.
Der Pilot ist noch sehr hoch und treibt, mit dem starken Nordwind und relativ großer Geschwindigkeit, in das hochalpine Gelände des Bärenkopfes. Da er nicht in Bäume oder gar Felsen fallen möchte, bringt er den Gleitschirm mittels Steuerleinen in eine stabile Scherstellung (Kiteposition). Eine Hand ist an den Steuerleinen, die andere schneidet mit einem Cutter Messer die beiden Verbindungsgurte (V-Leine) zum Rettungsschirm ab. Pilot landet anschließend am Landeplatz Maurach.

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